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Jahrestagung

Jahrestagung

2017

Jahrestagung 2017: Nacktheit

Janis Rozentāls, 1901, »Jubilant Children«, Lettisches Nationalmuseum, Riga

 

Mittwoch, 11.10.2017

 

16.00 – 16.15 Uhr   Begrüßung

 

16.15 – 16.45 Uhr    Andreas Lipowsky, Akte und Nackte – Der unbekleidete Körper in der Fotografie vor dem Hintergrund von Emanzipations- und Lebensreformbewegungen

 

16.45 – 17.15 Uhr    Nina Pfannschmidt, Mythologisches Inkarnat und reale Fleischlichkeit – zur englischen Aktmalerei um 1900   

 

17.30 – 18.00 Uhr    Katerina Piro, Endlich (nackt): Private Schreibpraxis über Hochzeitsnacht und Intimität in der frühen Ehe (1870-1930 )

 

18.00 – 18.30 Uhr    Daniela Scheuerlein, Bild der Prostituierten in der Malerei nach 1945 (angefragt)

 

 

Donnerstag, 12.10.2017

 

 

10.00 – 10.30 Uhr    Adeline Schebesch, Nackt sind wir geboren… zur Verbindung von Nacktheit und Gestik in den frühesten menschlichen Darstellungen

 

10.30 – 11.00 Uhr   Dina Serova, Der Herr und sein Diener. Nackte im Alten Ägypten

 

11.30 – 12.00 Uhr    Corinna Reinhardt, Sehen und gesehen werden – weibliche Nacktheit und die Rolle des Betrachters im spätarchaischen und klassischen Griechenland

 

12.00 – 12.30 Uhr    Ute Verstegen, Verletzlichkeit, Scham und Heldenmut. Über das Zeigen nackter Körper in der religiösen Kunst

 

14.30 – 15.30 Uhr    Sarah Schulz & Martina Weingärtner, Aspekte von Nacktheit im Alten Testament in redaktionsgeschichtlicher und religionswissenschaftlicher Perspektive

 

16.00 – 16.30 Uhr    Nicole Hausmann, Zur Nacktheit von Hexen. Eine frühneuzeitliche Symbolik zwischen Prüderie und Pornographie

 

16.30 – 17.00 Uhr    Ann-Katrin Gässlein, „Denn ihr habt Christus (…) als Gewand angelegt“. Metaphorik von Kleidung und Nacktheit im Taufritus verschiedener christlicher Kirchen

 

17.15 Uhr                 Martin Boss, Führung durch die Antikensammlung (ca. 40 Minuten)

 

 

Freitag, 13.10.2017

 

 

10.00 – 10.30 Uhr    Sebastian Watta, Gewänder für das Paradies. Nacktheit und Bekleidung in Hans Memlings Weltgerichtstriptychon in Gdańsk/Danzig

 

10.30 – 11.00 Uhr   Reiner Sörries, Gibt es ein Tabu der nackten Toten?

 

11.30 -12.00 Uhr     Irmgard Steckdaub-Muller, Die nackte Haut als Arbeitsgegenstand – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierern

 

12.00 – 12.30 Uhr    Annerose Böhrer, Renate Liebold & Silke Röbenack, Haut und Haar – Erste Erkundungen zur Arbeit am Körper anderer

 

12.30 Uhr                 Zusammenfassung und Abschluss

2016

Jahrestagung 2016: Identität im digitalen Zeitalter

Die Tagung fand in Erlangen vom Donnerstag, 13. Oktober — Freitag, 14. Oktober 2016 in Kooperation mit der Abteilung Christliche Publizistik der Universität Erlangen-Nürnberg statt.

»Wie ich Ich bleibe« titelte der Spiegel im Juni 2015 und stellt damit die zentra­le Frage nach dem Menschsein des Menschen im Zeitalter der Digitalisierung. Rechner und Algorithmen navigieren das Leben des Einzelnen von der Liebe bis zur Bahre. Der Netzphilosoph Luciano Floridi spricht vom Verschwinden des ›Ich‹ und dem Entstehen einer neuen Gattung ›Mensch‹ als ein mit der Technik verwachsener »onlife« lebender »Informationsorganismus«. Die theologische und philosophische Rede von der Originalität des Menschen, seiner Einzig­artigkeit scheint obsolet, je vermessener Menschen durch die Algorithmen sind und je berechenbarer sie dadurch werden. Die Tagung beleuchtet die Verände­rung der Identitätsbildung rund um Sprache, Selbstbilder und Gesellschafts­bilder, befragt die alte Wissenschaft vom Menschen, die theologische Anthro­pologie, nach Denkansätzen und Kriterien für einen souveränen Umgang mit diesen neuen Technologien, fragt nach (medien)ethischen Kategorien und eröffnet interdisziplinäre Forschungslandschaften.

 

Do, 13.10.2016

14.00 Uhr

Einführung

Johanna Haberer (Erlangen)

 

14.30 Uhr – 16.30 Uhr

Identität im Digitalen Zeitalter: Perspektiven der systematischen Theologie

Walter Sparn (Erlangen): Das Verschwinden des Ich?

Klaas Huizing (Würzburg): Selbstoptimierung durch Selbstvermessung – welches Selbst?

 

16.30 – 17.30 Uhr

Meet & Eat 

Posterpräsentation Masterstudierender des Studiengangs »Medien – Ethik – Religion« und DoktorandInnen – Vergabe des ZAR- Nachwuchspreises

 

17.30 – 19.30 Uhr

Identität im digitalen Zeitalter: Perspektiven der Ethik

Peter Dabrock (Erlangen): Big Data und die Berechenbarkeit des Menschen

Alexander Filipovic (München): Die Macht der Algorithmen

 

Im Anschluss gemeinsames Abendessen

 

Fr., 14.10.2016

9.00 – 10.00 Uhr

Identität im digitalen Zeitalter:  Perspektiven der Medienethik

Christian Schicha (Erlangen): Was heißt Information im digitalen Zeitalter

 

10.00 – 10.30 Uhr Kaffeepause

 

10.30 – 12.30 Uhr

Identität im digitalen Zeitalter – Forschungslandschaften

Roland Rosenstock (Greifswald): Visuelles Erzählen und digitale (Auto-)Biographien

Ilona Nord (Würzburg): Religion digital begreifen

 

12.30 – 13.00 Uhr

Lars Allolio-Näcke (Erlangen): Zusammenfassung und Ausblick

 

→ Flyer Download

2015

Jahrestagung 2015: Geographien post-säkularer Gesellschaften

Die 5. Jahrestagung fand vom 11. bis 13. Juni 2015 in Kooperation mit dem Arbeitskreis Religionsgeographie der Deutschen Gesellschaft für Geographie in Erlangen statt.

Die Idee der Tagung bestand zunächst in einer negativen Bestandsaufnahme der sogenannten Säkularisierungsthese, die besagt, dass in einem lang anhaltenden und zunehmenden Prozess die institutionelle Trennung von Staat und Religion sowie eine Ver­drängung religiös legitimierter Argumente aus öffentlichen Sphären und religiös orientierter Praktiken aus öffentlichen Räumen erfolgen wird. Ganz das Gegenteil jedoch ist der Fall: Wir erleben ein Revival der Religion im öffentlichen Raum. Vielfach scheinen sich ein neues Nebeneinander und neue Verschränkungen zwischen Religiösem und Säkularem zu entwickeln.

Die Tagung wollte die sich hieraus entwickelnde Debatte zum Post-Säkularismus zusammenführen mit Ansätzen der Sozial- und Kulturgeographie, die untersuchen, welche Bedeutung die Herstellung bzw. Transformation spezifischer räum­licher Arrangements für gesellschaftliche Verhältnisse haben. Dabei sollte geprüft werden, inwieweit die Debatte zum Post-Säkularismus für die Beschreibung und Analyse von Gegenwartsgesellschaften nützlich ist und da­bei insbesondere auch religionsgeographische Überlegungen befruchten kann. Gleichzeitig lotete die Tagung aus, inwieweit neuere raumtheoretisch informierte konzeptionelle Ansätze und empirische Studien die Debatte zum Post-Säkularismus anregen können.

Insgesamt fanden 17 Vorträge internationaler Gastwissenschaftler aus ganz Europa statt. Die Keynote wurde von Dr. Justin Beaumont von der Universität Groningen, Niederlande gehalten. Abgeschlossen wurde die Tagung von Prof. Dr. Benedict Korf, der die Tagungsbeiträge in die Debatte einordnete und so das Ergebnis der Tagung würdigend in den Gesamtdiskurs einordnete. Ein besonderes Highlight der Tagung war der Abendvortrag von Prof. Dr. Christoph Bochinger, der die Debatte mit einem religionswissenschaftlichen Beitrag bereicherte und mit seinem Vortrag die guten Beziehungen zwischen der Religionsforschung der Universität Bayreuth und Erlangen-Nürnberg bekräftigte.

Mit mehr als 50 Besuchern der Tagung hat diese eine breite und zufriedenstellende Resonanz gefunden.

2014

Jahrestagung 2014: Perfektion und Perfektibilität

Die 4. Internationale Tagung des Zentralinstituts »Anthropologie der Religion(en)« an der Friedrich-­Alexander-­Universität Erlangen-­Nürnberg fand vom 29. September bis 30. September 2014 in der Bismarckstraße 1a (ehemaliges Mathematikum) statt.

Montag, 29. September 2014

16.15 – 17.15 Uhr
PD Dr. Christoph Henning
Vom absoluten Geist zum permanenten Provisorium. Die Wandlung des Perfektionismus zwischen T.H. Green und John Dewey

17.15 – 18.15 Uhr
Dr. Ulrike Ludwig
Mit magischen Mitteln zur richtigen Entscheidung. Die geomantischen Fragestücke Kurfürst Augusts von Sachsen (1526/53‐1586) als Instrumente der Herrschaftsoptimierung.

Dienstag, 30. September 2014

09.00 – 10.00 Uhr
Florian Heßdörfer
Die Perfektion des Möglichen. Optimieren und Messen als pädagogisches Projekt um 1900

10.30-11.30 Uhr
Dr. Stefan L. Sorgner
Drei transhumanistische Arten der (post)humanen Perfektion

11.30-12.30 Uhr
Agnes Bidmon, M.A.
»Heal the world« – Das jüdische Perfektionierungskonzept Tikkun Olam und seine geistesgeschichtliche Transformation von rabbinischer Zeit bis zur Gegenwart

14.00 – 15.00 Uhr
Martina Weingärtner
(Un-)Vollendete Perfektion. Eine narrative Ausdeutung des Begriffes tam anhand der Jakobsfigur.

15.00 – 16.00 Uhr
Dr. Rüdiger Braun
Würde, Defizienz und Perfektibilität – Intertextuell-dialogische Zugänge zum Adam-Mythos in der zeitgenössischen türkischen Theologie

Materialien/Hinweise

 

2013

Jahrestagung 2013: »Grenzen der (religiösen) Zurichtung des Körpers«

Das Zentralinstitut »Anthropologie der Religion(en)« lädt zur 3. Internationalen Jahrestagung vom 16. bis 19. September 2013 ein. Im Mittelpunkt der Tagung steht der menschliche Körper. Zwar ist die Körperlichkeit des Menschen ein grundlegendes Thema jeder Anthropologie, jedoch wurde der Einfluss von Religion(en) auf das Denken und Praktizieren von Körper bislang kaum thematisiert.

Mit der 3. Internationalen Jahrestagung will das Zentralinstitut »Anthropologie der Religion(en)« den Forschungsschwerunkt »Körper und Verkörperungen« stärken. Zwar ist die Körperlichkeit des Menschen ein grundlegendes Thema jeder Anthropologie, jedoch wurde der Einfluss von Religion(en) auf das Denken und Praktizieren von Körper bislang kaum thematisiert. Mit dem Einbezug der Religion(en) entstehen neue konzeptionelle und begründungstheoretische Herausforderungen mit Blick auf die Produktion und Repräsentation des Körpers, die damit verbundenen Heilserwartungen und dementsprechende medizinische Transformationen.

Auch für religiöse Körper gilt, dass sie historisch zugerichtet werden. Sie tragen die Spuren der religiösen Tradition ebenso, wie sie spezifische Ausprägungen der jeweiligen Zeit-Ort-Konstellation darstellen. Wie weit in der Körper hinein reicht die religiöse Zurichtung? Und was unterscheidet einen religiösen Körper etwa von einem sozialen oder politischen? Ist der religiöse Körper derjenige, der durch religiöse Praktiken (Körperhaltungen aber auch die praktische Beherrschung der unterliegenden Regeln), religiöse Vorschriften (z. B. Kleidung), religiöse Visionen (z. B. Eschatologie) und religiöse Zeichen (der beschriftete Körper) aber auch religiöse Autorität (Amtsperson, Gemeinde) zugerichtet ist? Zeichnet ihn aus, dass die individuelle Verfügung über den Körper durch die Religion eingeschränkt wird – und das auf beiden Ebenen von Denken und Handeln? Oder ist diese Zurichtung gerade als Möglichkeit zur Freiheit zu verstehen, indem nach der subversiven Dimension religiöser Körperlichkeit gefragt wird (bspw. Askese)? Reale Körper sind immer kontingent, sie unterlaufen die Zeichenordnung, die sich der Körper bemächtigt. Sie widersetzen sich – unter Beibehaltung der Ordnung (Körperbild) – derselben, indem sie anders sind, anders sein ›wollen‹. Wie viel solcher Freiheit ist aus religiöser Perspektive tolerabel?

Das Programm können Sie hier als PDF herunterladen.

Für eine Anmeldung und weitere Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an lan@plattform-anthropologie.de.

2012

»Neue Fundamentalismen –
Ambiguität und die Macht der Eindeutigkeit«

Jahrestagung vom 02. bis 03. Oktober 2012 an der
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Die zweite Jahrestagung des ZAR stand unter dem Motto »Neue Fundamentalismen – Ambiguität und die Macht der Eindeutigkeit« und wurde in Kooperation mit dem Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa(EZIRE) durchgeführt. Im Mittelpunkt standen diejenigen Prozesse, die bei Entstehung und Veränderung von Normen entscheidende Relevanz haben. Skizzieren lassen sich diese durch die beiden Pole ›Ambiguität‹ und ›Eindeutigkeit‹.

Während Phänomene gerade noch inkludiert werden können, da sie eben nicht eindeutige Definitionen zulassen (Ambiguität), müssen andere tendenziell ausgeschlossen bzw. verdrängt werden, wodurch Eindeutigkeiten geschaffen werden, die per defintionem oder in praxi zu fundamentalistischen Positionenführen (Abschottung). Diese Phänomene lassen sich insbesondere für den Bereich ›Religion‹ exemplarisch darstellen – aber nicht nur.

Die Tagung suchte ein interdisziplinäres Gespräch von Medizin über Islamwissenschaft und Religionswissenschaft zu Geschichte und Kunstgeschichte bis hin zur Sinologie, Philologie und Literaturwissenschaft. Im Mittelpunkt der Diskussion standen folgende Fragen:

Wie verhalten sich Ambiguität (Verdrängung, Inklusion) und die Macht der Eindeutigkeit (Fundamentalismus) zueinander?
Wo, wie und warum werden bestimmte Phänomene integriert, andere aber nicht?

→ Den Flyer der Tagung als PDF laden.

 

2011

 

The conference was organized in collaboration with the Society for Cultural Psychology. The final program can be downloaded here: German or English. For detailed informations you can download the German and English abstracts too.